Hercules CB1...?

Andere Fahrzeuge oder sonstiges...
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dkwdirk
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Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 03.06.2019 23:11

Guten Abend liebe Leute,

hab lange nichts mehr von mir hören lassen, nachdem meine P1 so schön geworden ist. Der Grund war allerdings, daß ich viele Wochen im Krankenhaus gelegen habe und beinahe überhaupt nie mehr zum Fahren gekommen wäre...aber das ist jetzt schon ein halbes Jahr vorbei und die kleine DKW hat mir in der Rehazeit gute Dienste geleistet, denn mit dem Auto durfte ich noch nicht wieder fahren und das war eine Weile mein Einkaufsvehikel, was übrigens bei jedem Mal besser läuft. Und ich schau nach vorne und hab das nächste Projekt im Auge:

Meine, na, nennen wir sie mal Stieftochter, ist jetzt im richtigen Alter um die Mofa-Prüfbescheinigung zu machen. So wie die Kids heute nun mal so sind, ist das Handy und f...book scheinbar wichtiger als die richtige Welt mit richtigen Landschaften und richtigen Menschen zu erfahren. Und da kam mir die Idee, sie zum Geburtstag im August mit einen Mofa zu überraschen. Natürlich nicht irgendeins, ich hab da bei den ebay Kleinanzeigen eine noch ganz passabel aussehende Hercules CB1 aus dem Jahre 1971 gesehen, der Preis ist OK und sie steht bei mir in der Nähe. Ich will ihr die Kleine ganz bewußt nicht schenken, sondern nur auf Dauer leihen, denn erstens fliegt das Ding sowieso in die Ecke wenn der Autoführerschein kommt, zum anderen hoffe ich mal, daß sie mit fremdem Eigentum etwas vorsichtiger umgeht als mit eigenen Geschenken, ich hab da keine Illusionen. Weiterhin könnte der kleine Bruder, der zwei Jahre später dran ist, die dann noch weiter fahren. Wenn die beiden dann irgendwann damit durch sind, würde ich die kleine Maschine dann vollrestaurieren. So ist der Plan. Bevor ich das Mofa abgebe, mach ich natürlich nochmal den großen Check, Zündung, Vergaser, Öl, sauber machen, Bremsen, Licht, etc....

Was mich natürlich auch reizt ist der 502er Motor mit dem runden Zylinder und dem separaten Kopf, der ja der Vorläufer von meinem/ unserem 504er ist.

Frage jetzt: Was haltet Ihr von der Idee? Ist es OK, so einen Oldie heute noch in die Hände von jugendlichen Anfängern zu geben? Und ist so ein Möp überhaupt alltagstauglich? Gibt es hier noch Teile aus den üblichen Quellen? Reifen zumindest hab ich schon gesehen...oder ist die ganze Idee kompletter Unsinn?

Ich wäre mal dankbar für ein paar Pro- oder auch Contrastimmen,

Viele Grüße Dirk

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stefankausk
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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von stefankausk » 04.06.2019 05:00

Hallo Dirk!

Ich finde deine Idee grundsätzlich klasse! Natürlich ist das Resultat und das Erreichen deiner Ziele ungewiss, aber ein Versuch allemal wert! Du wirst viel mehr gewinnen als verlieren können...... meine Meinung!

Gruß
Stefan
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Molly
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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von Molly » 04.06.2019 06:54

Hallo Dirk, dass was du da vor hast habe ich schon hinter mir. Meine Tochter bekam von mir eine Vespa Bravo Mofa Bj.1979 schön aufgebaut. Neue Lampe, neue Reifen neuer Auspuff. Alles funktionierte einwandfrei. Ja und dann ist sie ungefähr eine Woche damit zur Schule gefahren. Und dann stand das Ding ungefähr 20 Jahre im Keller herum. Alte Mofas haben meist nur Trommelbremsen nur 6 V Anlagen keine Blinkanlage und kein Bremslicht welches ich für einen guten Sicherheitsstandart für wichtig halte. Ein nostalgisches Zweirad hat natürlich was aber für den täglichen Gebrauch in der heutigen Zeit eher was zum cruisen am WE. Gr. Molly
Wer ist schon so wie ich..............................................................sein sollte!

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von carinona » 04.06.2019 17:15

finde die idee auch ok....so kann die das nicht gegen nen schrott roller tauschen
und dir bleibt die arbeit und ihr das vergnügen
und wenn die cb1 es überlebt ...ist es auch gut

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 08.06.2019 16:00

Hallo zusammen,

danke für Eure Meinungen, ich habe beschlossen, den angedachten Weg weiter zu gehen. Heute Morgen hab ich das dann mal der jungen Dame mitgeteilt, die Reaktion war zwischen ungläubig und erfreut, dann meinte sie "Wenn es nur auf Zeit geliehen ist, dann muß ich ja wohl sorgfältig damit umgehen..."! Das ist ja schon mal so rein erzieherisch ein ganz schöner Erfolg :thumbup: . Als nächstes kam dann: "Wie ich Dich kenne, ist das ja bestimmt wieder so ein Oldtimer...". Nochmal Daumen hoch :thumbup: , mit der Wahrnehmung der Umwelt klappts also auch. Nächste Hürde ist jetzt der Gang zur Fahrschule wegen der Theorie und der Prüfbescheinigung, da muß sie selber durch ;) .

Alles in allem geht es also in die richtige Richtung. Vor lauter Freude hab ich dann gleich eine Runde mit der DKW gedreht, das Ding macht so einen Heidenspaß, in der Stadt unschlagbar! Am nächsten Mittwoch gehe ich dann wahrscheinlich die CB1 abholen und dann wird erstmal Bestandsaufnahme gemacht, werde dann auch mal Bilder posten. Gibts hier im Forum jemand, der sich bei Fragen mit dem 502 Motor auskennt? Sonst muß ich mich mal eventuell bei der Hercules-IG melden.

Ein schönes Pfingstwochenende wünscht Dirk

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von carinona » 08.06.2019 18:20

google mal
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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 12.06.2019 21:10

Hallo Carinona,


danke für den Tipp, den kannte ich noch nicht. Habs gespeichert, aber leider ziert sich der Verkäufer noch etwas, deswegen konnte ich das noch nicht gegenchecken. Na ja, vielleicht wirds am Wochenende etwas mit dem Abholen der kleinen Hercules, bin mal auf den Zustand gespannt.

Bis dahin wünsche ich noch schöne Tage,
Dirk

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 22.06.2019 17:12

Guten Tag allerseits,

leider hat mir meine Gesundheit wieder einen Streich gespielt, aber am letzten Dienstag konnte ich die CB1 jetzt endlich abholen. Der Besitzer hatte eine ganze Scheune voller wunderbarer alter Fahrzeuge, vom Goggomobil über ein altes Wehrmachtsgespann, alle möglichen Kleinkrafträder, alle im Topzustand und fahrbereit, und ein 95 Jahre altes D-Rad...ich konnte mich gar nicht sattsehen und hatte Mühe, mich auf die CB1 zu konzentrieren. Die punktete damit, daß sie tatsächlich auf den ersten Tritt ansprang und auch sonst in einem sehr guten Zustand war. Die Reifen hatten noch Luft, die Bremsen funktionierten, die Gabel war zumindest nicht völlig verharzt.
k_CB1_1.jpg
k_CB1_1.jpg (168.8 KiB) 768 mal betrachtet
Da habe ich natürlich gleich zugegriffen und stimme mit dem Verkäufer überein, daß es eigentlich eine Schande wäre, das Teil später wie neu zu restaurieren. Die Kleine hat so eine schöne Patina, hier und da natürlich Roststellen, aber die Technik ist OK und das Teil ist 48 Jahre alt. Laut Tacho hat sie gut 4400 km gelaufen, was bei so einem Spaßgerät auch nicht verwundert.
k_CB1_2.jpg
Zu Hause hab ich dann doch beschlossen, zumindest eine gründliche Durchsicht und Reinigung vorzunehmen. Das Teil ist tatsächlich in einer Stunde fast komplett demontiert . Alle Schrauben waren zwar teilweise rostig, aber alle gängig, und ich bin mal wieder begeistert, wie gut die Qualität der Teile doch ist. Und natürlich musste ein Gruppenbild mit der "großen olivgrünen Cousine" auch sein...
k_CB1_3.jpg
Ich werde, auch wenn das Fahrzeug nicht ganz in das Portfolio dieses Forums passt, gelegentlich weiter berichten, wie die Instandsetzung voran geht.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Dirk

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von stefankausk » 23.06.2019 04:07

richtige Entscheidung! :thumbup: :thumbup:

Gruß
Stefan
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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von Molly » 25.06.2019 17:12

Glückwunsch, sieht sehr schön aus. Hoffentlich habt ihr viel Freude damit. :thumbup:
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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von wedewe » 27.06.2019 23:46

Da freut man sich gleich mit, wenn so ein feines Teil wieder in Betrieb geht.
Klasse.
Gruß
Werner

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 19.07.2019 18:31

Guten Tag allerseits,

ich wollte doch zu dem Thema mal einen Sachstand abgeben. Bin heute nachmittag im wesentlichen mit der Hardware fertig geworden. Hier ein paar Bilder vom Ergebnis:
cb1_01.jpeg
cb1_01.jpeg (195.45 KiB) 501 mal betrachtet
cb1_03.jpeg
cb1_03.jpeg (201.9 KiB) 501 mal betrachtet
cb1_04.jpeg
cb1_04.jpeg (163.06 KiB) 501 mal betrachtet

Ich habe, wie gesagt, versucht die Spuren der Zeit so gut wie möglich zu erhalten, aufgrund der beabsichtigten Verwendung hatte ich auch gar keine Zeit für eine Vollrestaurierung mit Komplettlackierung etc. Insofern ähneln die Bilder denen, die ich zwischendurch schon mal geschickt habe. Es hat sich aber dennoch einiges daran getan:
1. Züge erneuert - ist eine Sicherheitsfrage und steht außer Frage. Ausgenommen hiervon ist der Zug für Deko und Startkupplung, der hat so einen eigenartigen Nippel und ist nicht mehr zu kriegen. Die Außenhüllen habe ich so gelassen, die werden es noch tun.

2. Sicherlich am auffallendsten ist der Sattel. Dies ist momentan nur eine Notlösung, da bei dem vorhandenen Sattel wohl mal der Rahmen gebrochen war und der geübte Schweißer gleich die Klemmschrauben und die Zahnscheiben für die Neigung mit festgebrutzelt hat. Da war nichts mehr zu machen, ich schau mal nach einem passenden in den Kleinanzeigen. Die Sattelkerze habe ich durch eine längere ersetzt. Gibts bei ebay und ist zugelassen bin zu einem Fahrergewicht von 180 Kilo, das reicht allemal!

3. Ähnliche Brutzelkünste waren auch am Halter des vorderen Schutzbleches zu bewundern, dieser war mit dem Tauchrohr fest verschweißt. Hab ich notgedrungen so gelassen.

4. Allgemein war das Mofa unglaublich verdreckt, unter den Schutzblechen hingen ganze Schlammpackungen, ebenso in den Kühlrippen des Zylinders und sonstwo. Was irgendwie ging, habe ich mit Kaltreiniger gesäubert.

5. Wie schon gesagt, die Patina...es sind doch einige Roststellen da, ich habe aus den oben genannten Gründen diese nur mit Rostio behandelt und somit stillgelegt. Über die Seite der Hercules-IG bin ich auf den Original Farbton gestoßen und habe mir die Farbe als Lackstift bestellt. Dies aber zunächst an einer unauffälligen Stelle am Ständer ausprobiert. Der Farbton war jedoch so stark abweichend (sieht man ein wenig auf dem dritten Bild), daß ich das nicht weiter verfolgt habe, das hätte schlimm ausgesehen.

6. Die Scheibenräder habe ich komplett zerlegt, gereinigt und die Innenseiten der Radschüsseln mit Zinklamellenlack behandelt. Radlager haben neue Kugeln in der richtigen Anzahl und Größe und frisches Fett erhalten. Beim Zusammenbau dann neue Reifen und Schläuche montiert. Die Auswahl in der Größe ist hier eingeschränkt, habe mich für die von Vee Rubber entschieden, die Hercules soll ja keine Rennen fahren.

7. Gabel zerlegt,gereinigt und frisch gefettet.

8. Nach Aussage eines Experten ( Danke an dieser Stelle an den unvergleichlichen Herrn Schwolow in Erftstadt !) waren die Lenkerhebel von Piaggio und nicht Original. Habe diese durch Maguras aus meinem Fundus ersetzt.

9. Der Vergasertupfer war gar nicht mehr da und der Stift vom Kaltstartschieber war von einem Vorbesitzer mit einer angelöteten Schraube verlängert worden. Auch hier hatte Herr Schwolow die richtigen Teile noch da und jetzt ist es wieder originalgetreu.
Die Vergaserkapsel ließ sich zunächst nicht richtig montieren, es war unmöglich den Vergaser so auszurichten, daß die Tupfer und Schieber in der korrekten Richtung standen. Als Grund hierfür fand ich einen Ausbruch am inneren Gehäuse, durch den beim Anziehen der Schrauben alles schief wurde. Habe dies durch eine zurechtgefeilte Unterlegscheibe, die ich mit JB Weld eingeklebt habe, dauerhaft repariert. Vergaser hat ein Ultraschallbad bekommen.

10. Ketten gereinigt und neu geschmiert, die waren schmutzig, aber noch OK.

11. Weil ich neugierig bin, habe ich auch mal den Zylinder gezogen. Kolben sah noch aus wie neu, Ring auch. Zylinderwand hatte am Auslaß eine leichte Auswaschung, ich glaube aber nicht das das ein Fresser war. Hab den Zylinder einmal durchgehont und so wieder montiert.

12. Neue Zündkerze und Spritschlauch, Ehrensache.

13. Tank innen ausgewaschen mit Kaltreiniger und anschließend mit Deoxlösung über zwei Tage entrostet. Klappt wunderbar.

14. Rücklicht aus dem Zubehör, nicht original. Das fehlende Original wird wohl mit Gold aufgewogen.

15. Neue Aufkleber für den Tank mußten einfach sein, die hatte ein Anbieter bei den Kleinanzeigen noch.

16. Die alte Lampe war nicht mehr zu retten, der Kunststoff war völlig morsch, das Glas gerissen. Aber es gab noch ähnlichen Ersatz in grau.

17. Die originalen Klapp-Pedale waren auch vom Meister der Elektroden ( s. Punkt 2. und 3.) behandelt worden, die mußte ich gegen patinierte Standardkurbeln tauschen (Richtige Kröpfung beachten, sonst ist der Spaß am Zündungsdeckel zu Ende !)

18. Als i-Tüpfelchen hab ich noch bei ebay eine alte Vintage-Klingel mit Christophorus geholt, da kann ja nichts mehr schief gehen!

19. Das Lenkerrohr ist recht hoch belastet, da es ziemlich weit aus der Gabel heraus schaut. Dort waren zahlreiche Risse, Ursache ist Nichtbeachten der Einstecktiefe. Hier konnte ich ein Neuteil bekommen und auf den alten Stellknebel umbauen.

20. Polizeiliche Unbedenklichkeitsbescheinigung eingeholt für die neue Betriebserlaubnis, kein Problem beim örtlichen Polizeicenter ;)

Tja, das wars in groben Zügen. Der 502 sprang nach der Kur nach drei Tritten an, macht gefühlt einen Höllenlärm, und ich konnte schon eine vorsichtige Proberunde durch den Garten drehen. Viel besser zog die P1 nach der Motorrevision anfangs auch nicht, das wird sich noch verbessern...alles in allem ein nettes kleines Projekt für zwischendurch, allerdings merkt man deutlich, daß die Teile doch schon ziemlich selten sind. Jetzt bin ich mal gespannt, wie das Teil bei der geneigten Jugend ankommt :shock:


Viele Grüße Dirk.

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von carinona » 19.07.2019 21:23

Abstütznippel für Kupplungsbowdenzug
was immer das auch sein mag:)
https://victoria-oldtimer.de/webshop/Sachs-502-1A-1B
ansonsten sollte der nippel für den zug sich doch finden lassen

ansonsten sieht das ding doch gut und used aus

den wasserabscheider am hahn finde ich etwas übertrieben

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 18.08.2019 17:53

Guten Abend allerseits,

ich muß mich leider nochmal mit einem Problem an Euch wenden. Der Scheinwerfer der CB1 war ja nicht mehr zu retten gewesen und deshalb habe ich einen neuen vom Mofastübchen verbaut. Ferner habe ich ein Rücklicht mit stimmiger Optik, aber Rück- und Bremsleuchte (2-Faden) verbaut, kann aber ja nur das Rücklicht anschließen. Vom Motor kommen, Hercules-typisch, die zwei Kabel gelb für Strom/Licht, schwarz für Kurzschluß und von der Rückleuchte noch grau. Die Lima liefert Strom. Im Scheinwerfer sieht es so aus:
Lampe_cb1.jpeg
Lampe_cb1.jpeg (123.49 KiB) 275 mal betrachtet
Frage jetzt: Trotz etlicher Versuche konnte ich nicht ermitteln, was wo angeschlossen werden muß, damit das Licht vorne brennt, sich ggfs. mit dem Schalter ausschalten läßt und gleichzeitig das Rücklicht auch brennt. Entweder geht gar nichts oder beim Verbinden des Rücklichts und des Scheinwerfers mit der im Bild linken Klemme brennt das Licht, zusammen mit dem Rücklicht geht es aus oder brennt nur noch ganz schwach. Ich vermute, daß ich hinten vielleicht versehentlich das starke Bremslicht angeschlossen habe, das dem Scheinwerfer den Saft raubt. Aber das ist ja so auch nicht vorgesehen, daher die Frage, wie die drei Kabel im Scheinwerfer von links nach rechts angeklemmt werden müssen. Habt Ihr da einen Tipp für mich? Und das Abstellen soll ja passieren, indem das schwarze Kabel an Masse gelegt wird, wird das durch den Stift an der Scheinwerferunterseite bewirkt? Stelle den Motor bis jetzt immer durch Abwürgen mit Deko ab...

Ansonsten läuft die Kleine ganz gut, mir läuft aber wegen dieses Problems die Zeit weg, in einer Woche ist Geburtstag und da soll das Mofa fertig sein...mit Licht :idea: .

Schon jetzt herzlichen Dank für Eure Erleuchtungen.

Dirk

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von carinona » 18.08.2019 17:59

für bremsicht hast normal keinen strom

die normale zündung reicht nur für front + rücklicht

und grau kommt normal nicht aus der zündung, sondern vom rücklicht und geht hoch an lenker

mach mal bei deinem bild
links grau dran, mitte schwarz, und rechts gelb

ja abstellen unter der lampe

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 19.08.2019 20:08

Hallo zusammen,

@ carinona: dein Tipp war goldrichtig, vielen Dank :thumbup: ! Hab die Kabel so angeschlossen wie Du sagtest und das Rücklicht erstmal weggelassen. Licht ging und man konnte auch an- und ausschalten. Dann reihum die drei Kabel vom Rücklicht probeweise ans graue Kabel angeklemmt. Erstes Kabel: Licht vorne geht aus, also Masseverbindung. Zweites Kabel: Licht wird ganz dunkel, also Überlastung der Lima (=> Bremslicht !). Drittes Kabel: Licht geht vorne und hinten :idea: :idea: . Das war also der gesuchte Anschluß ! Werde die ungenutzten Kabel jetzt sichern und dann alles endgültig zusammen bauen. Dann bin ich gespannt auf die erste größere Probefahrt...

Viele Grüße Dirk

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von dkwdirk » 24.08.2019 16:30

Hallo zusammen,

die erste Probefahrt über Land, vielleicht 10 Kilometer, war störungsfrei, die CB1 zieht subjektiv besser als meine P1 direkt nach der Motorrevision (hat sich bei der P1 inzwischen nach ein paar hundert km aber verbessert), fährt nach Tacho knapp 30, was will man mehr? Kerzenbild (Bosch W10AC) ist mit HD 54 etwas dunkel, aber ich denke ich lasse das erstmal so.

Ich überlege nun, ob man eventuell der Zündung mit einem Kerzenstecker ohne Widerstand noch etwas auf die Sprünge helfen könnte. Es ist ja ein abgeschirmter Blechmantelstecker mit 5k Widerstand verbaut. Weiß jemand, ob es diese Stecker auch ohne Widerstand gibt? Ich würde gerne die Optik beibehalten (Der Dreck auf dem Zylinderkopf ist inzwischen natürlich weg ;) )
Kerzenstecker_1.jpg
Danke und noch ein schönes Wochenende,

Dirk

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Re: Hercules CB1...?

Beitrag von carinona » 24.08.2019 17:13

bei unterbrecherzündungen gehören 1k ohm kerzenstecker dran, gibt auch 0k , das ist aber nicht nötig

solange der zündfunken stark genug ist bei 5k ändert sich auch mit 1k stecker nix größer

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